Dienstag, 16. Juli 2013

Karaoke und japanischer Tanz

Mal wieder ein kleines Update!

In der Nacht von Samstag auf Sonntag waren wir das erste Mal in einer Karaoke-Bar!
Ein paar der anderen Mitbewohner haben uns gefragt ob wir Lust hätten mitzukommen und das wollten wir uns natürlich nicht nehmen lassen.

Da Karaoke in Japan ein sehr beliebter Freizeitspaß ist, musste ein Raum reserviert werden. Unsere Amerikanerin hat für 5 Leute reserviert, letzendlich sind 10 mitgekommen, aber das war auch egal.

Um 12 Uhr Nachts ging es los, die Bar war in der Nähe der Tanashii-Station, also 15 Minuten laufen und wir waren da. Es ging eine Treppe runter, wir waren also sozusagen in einem Keller, der aber sehr groß und sehr schön eingerichtet war :D

Im Bereich wo jeder jederzeit hinkonnte waren Sessel und Sofas, außerdem Getränkeautomaten mit riesiger Auswahl (zig verschiedene Kaffeesorten, kalt und heiß, Fanta in verschiedenen Geschmackssorten, Slusheis, Cola....) und auch eine Eismaschine mit Softeis! Nebendran verschiedene Soßen und Cornflakes als Topping.
Und das Beste.... man kann so viel Eis essen und trinken wie man möchte :D Außerdem kann man auch dort bleiben, so lange man will. Man wird nicht rausgeworfen. Und das zu einem Pauschalpreis von 1650 Yen pro Person, also ungefähr 13€

Jede Gruppe bekommt dann noch einen eigenen Raum mit riesen Bildschirm, Anlage, gemütlichen Bänken, gedimmten Licht und Klimaanlage und dann kann es auch schon losgehen. Die Räume waren wirklich gut abgedichtet, jedenfalls haben wir von dem Gegröhle anderer Gruppen nichts gehört... oder aber wir waren einfach die Lautesten :D

Und dann ging es los: Jeder wählt an einem kleinen Tabletartigen Gerät Lieder aus, die er singen möchte und fügt sie der Playlist hinzu. Leider gab es kein Rammstein, aber dafür natürlich Nena - 99 Luftballons. Das haben Sven und ich als erstes gesungen und sind danach auf englische Lieder umgestiegen, weil es nichts Deutsches mehr gab.

Die zwei Koreaner in unserem Gespann haben Gangam-Style gesungen, das war echt lustig. Normalerweise kann ja jeder nur den Refrain, aber das Lied hat ja tatsächlich einen richtigen Text, wie die Zwei bewiesen haben.. :D

Um 3 Uhr war Schluss für uns, weil mein Kopf das Gegröhle nicht mehr ausgehalten hat und wir sind nach Hause gegangen. Ich habe leider komplett vergessen Fotos zu machen.



Heute, also Dienstag der 16.07., sind wir mit Sumin ( noch eine andere Koreanerin ) zum hiesigen Rathaus gegangen. Dort wurde extra für Ausländer von einigen Freiwilligen Japanern eine Tanzstunde vorbereitet. Also japanischer Tanz, für den wir uns in die bereitgelegten Yukata geschmissen haben (bzw. geschmissen worden sind, denn alleine anziehen war völlig unmöglich) und allem drum und dran. Seeeehr lustig.

Yukata ist eine traditionelle Kleidung, die zu verschiedensten Gelegenheiten getragen werden kann. Die Yukatas der Männer sehen sehr nach Bademänteln aus und das ist auch ein Verwendungszweck: Nach dem Baden kann man schnell reinschlüpfen, ohne sie kompliziert zu binden.
Ansonsten werden sie gern im Sommer getragen, da sie recht leicht sind und nicht so kompliziert anzuziehen sind wie Kimonos... ich will nicht wissen, wie lang es dauert, einen Kimono anzuziehen.

Nachdem die Kerle innerhalb von 5 Minuten angezogen waren, hat das bei uns Mädels doch etwas länger gedauert. Zuerst zieht man den Yukata an, in diversen Farben und Ausführungen vorhanden und dann werden zig Bänder um die Taille gebunden, damit alles an Ort und Stelle bleibt.
Zuletzt kommt darüber dann noch ein breiteres Band. Von den meisten Japanerinnen wird dieses Band ein bisschen oberhalb der Taille getragen... bei denen mit etwas mehr Brust geht das aber schlecht, die tragen es um die Taille gewickelt. Also wurde es mir, unter anerkennenden Kommentaren meine Brust betreffend, ( ich wusste nicht, ob ich lachen oder die Klappe halten soll ) von einer Japanerin um die Taille gebunden.

Zu guter Letzt standen auch noch traditionelle Schuhe für uns bereit, in die wir geschlüpft sind und dann ging es los.... nein stimmt nicht, dann hat erstmal jeder Japaner mit seiner eigenen Kamera zig Bilder von uns gemacht. Danach ging es aber los!
Wir haben einen Kreis gebildet, in der Mitte befand sich der jeweilige "Tanzlehrer" und hat zu japanischer traditioneller Musik die Schritte vorgegeben, sehr einfache Schritte. Trotzdem hat es keiner so richtig gebacken bekommen. Wir haben drei verschiedene Tänze geübt und je öfter wir geübt haben, desto besser wurden wir auch. Elegant sah es mit Sicherheit trotzdem nicht aus, aber es war lustig.

Danach wurden ein paar Tische voll mit japanischen Süßigkeiten aufgestellt, an denen wir uns bedienen sollten... jaaaa, japanische Süßigkeiten sind nicht soooo meins. Irgendwie sind sie den arabischen sehr ähnlich: Extrem süß, viel mit Sesam und Nüssen. Nicht unbedingt was für mich. Aber ich habe Dango gegessen, kleine runde Reisküchlein sozusagen. Danach war ich satt.

Wir haben uns noch ein bisschen mit den Japanern unterhalten ( eine hat Deutsch gesprochen und eine andere wohl als sie noch ein Baby war, 3 Jahre in Düsseldorf gelebt ) und versprochen, nächsten Dienstag wiederzukommen. Ansonsten veranstalten die Freiwilligen Dienstags nämlich Japanischunterricht für Ausländer, das Tanzevent war eine Ausnahme.

Und noch ein paar Fotooooos:



Großes Anziehwirrwarr


Das ist Sumin

Sven, Sumin, ich, Emily (eine Engländerin) und Pak. Wir wohnen alle im gleichen Guesthouse




Die Süßigkeiten

Die mit brauner Soße übergossenen Dango (zweiter Teller über dem Fächer)

Der Herr hier ist über 80, aber noch ziemlich fit. Seinen Tanz hat niemand geschnallt... er selbst auch nicht :D







2 Kommentare:

  1. Desiree,das Gewand steht dir aber wirklich gut.Du siehst aus wie eine kleine Geisha. mama

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  2. Hi, super Bilder!!!
    Swen sieht aus als hätte er einen Badmantel an, aber echt geil!
    Desiree, du siehst echt toll aus! Du hast die richtige Größe für so ein "Gewand". Mehr Fotos bitte!!!
    Karaoke finde ich total gut,lustig, besonders im Karaoke-Land Japan.
    Mensch,was ihr alles erlebt! Noch viele spannende Abenteur.
    Ich denke an euch eure Anni

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