Montag, 24. Juni 2013

Nachdem ich die letzten Tage absolut nicht zeitig einschlafen konnte und immer erst gegen 4~4:30 Uhr weggenickt bin (wie schön, dass es erstens genau zu der Zeit auch schon dämmert und zweitens mit der Dämmerung ein ganz bestimmter, extrem nerviger Vogel wach wird und der ganzen Welt vor unserem Fenster seine Lebensfreude mitteilen will.... nicht), konnte ich gestern endlich mal zu einer menschlichen Zeit einschlafen, nämlich gegen 23 Uhr. Und zwar weil wir den ganzen Tag auf Achse waren, iiiiiiiiiiiin.............*Trommelwirbel*


 


Und jeder der weiß, was es in Akiba gibt, weiß wieso ein Traum für mich wahr wurde.

Aber von Anfang an. Um elf Uhr wollten wir uns an der Takadanobaba Station mit Sebastian treffen. Selbstverständlich waren wir, deutsch wie wir sind, vollkommen pünktlich. Sebastian aber hatte verpennt. Mangels Kommunikationsmittel (wir haben hier ja noch kein Handy) wussten wir das aber nicht und haben uns die Zeit mit Svens Kamera vertrieben. Dabei ist unter anderem das hier entstanden:



Ja, ich hatte natürlich ein Zelda-Shirt an und mein 3DS lag angeschaltet in meiner Tasche. Denn Akihabara könnte mit der eigentlichen Bedeutung seines Namens ("Herbstlaubfeld") nicht weniger gemeinsam haben: es ist das Technikviertel. Und "Viertel" ist untertrieben, denn Akiba (Kurzform) ist rieeeeeeeeeeeesengroß.

Das ist nur ein kleiner Teil von Akiba
 Hier gibt es von solarbetriebenen Ventilatoren, über Animemerchandise, Maid Cafes, Spielhallen, lustigen teils abnormalen Gadgets, Computer(-zubehör, Ersatzteile) etc. wirklich alles was mit Technik zu tun hat... und Ramen. Am wichtigsten - für mich jedenfalls - waren die uuuuuuuunzähligen Spieleläden mit Neuspielen/Konsolen, Gebrauchtspielen/Konsolen und natürlich Merchandise. Den Super Potatoe Shop hatte ich ganz oben auf meiner To-do-Liste, das sagt wohl jedem Videospielefan etwas.

Nun lasse ich mal ganz unsortiert Fotos sprechen, weil ich für die Masse an Kram, den ich dort vorfand einfach keine Worte finde. Abgesehen davon wurde man sowieso permanent von irgendeinem Automaten, einer Ampel, einer Ladenmelodie oder dergleichen zugedudelt, dass man gar nicht klar denken konnte. Im Nachhinein betrachtet, glaube ich, ich lief mit leerem Blick und aufstehendem, sabbernden Mund durch die Gegend.





Ich würd gern mal wissen, wer ein so fettes Gesicht hat, dass es da genau reinpasst

Erinnert ein bisschen an unsere billigen Asialäden, war hier aber völlig normal. Hier gab es SD Karten, Batterien, Lüfter, Ersatzteile, Gadgets und und und. Alles auf kleinstem (!!!!!) Raum, daher die Werbung außerhalb des Ladens, damit man wusste, ob gewünschtes Teil hier zu kriegen ist und man nicht reingehen muss, um zu suchen.

Hier gibt es sooo viele Special Editions, vor allem von Nintendo-Handhelds

Darf ich vorstellen: Quietsche-Obama. Den werd ich meiner Hündin Luna mitbringen



Von solchen Figuren gab es natürlich auch allerhand, aber eigentlich stehen die wohl in den ab 18er Bereichen, die es in vielen Läden gibt



Ich hab "ihren" Namen schon wieder vergessen, aber dieser Animecharakter ist extrem berühmt in Japan. Sie gibt sogar eigene Konzerte, als 3D Projektion




Ein Mario USB-Ladegerät. Bringt mir in Deutschland ohne Adapter leider nichts, also hab ich ihn liegen lassen







:3




Die Ohrwärmer fand ich ja schon ziemlich cool...

....habe mich aber nochmal zurückhalten können




Tastatur und Maus aus Holz

Ein zieeeemlich gut ausgestatteter Laptop, gebraucht


SNES Spiele für 100Yen, leider nichts tolles dabei.
Zur "Halbzeit" waren wir Ramen essen, war sehr lecker. Danach gings weiter, endlich zuuuuum....

Super Potatoe Shop!



Hier gibt es wirklich alles, was das Retroherz begehrt



Die Plüschtiere waren leider ähnlich teuer, wie in Deutschland. Hier lohnt sich der Kauf also nur, wenn es eins gibt, das man sonst nirgends bekommt




Buhu als Bewegungsmelder und Gumba als Lautsprecher. Gumba wurde von mir eingepackt :D

Es gab echt viel Super Mario Merchandise















Im Treppenhaus - der Shop geht über mehrere Etagen - hingen lauter Bilder und Werbung von Videospielen


Mario gab mir die Ehre




Einen so großen Yoshi hät ich ja gern gehabt, aber der war zu teuer :'(









Zeldamerchandise gab es leider nicht soooo viel

Not for sale :(







Ein paar Mario Gesellschaftsspiele



Von allen Ecken sahen Slimes auf das Geschehen herunter. Die Plüschis, die dort überall oben auf den Regalen sitzen, gehörten zur Einrichtung


Im Treppenhaus zum nächsten Stock




Hier standen nur Spieleautomaten und Fressalien. Und Solid Snake!


Die Decke der kleinen "Spielhölle"

Im Aufzug
Nach diesem Erlebnis, bei dem ich mir den Gumba-Lautsprecher und eine Mario Taschenuhr eingepackt hatte, (Fotos von meiner gesamten Beute gibt es später) ging es weiter durch Akiba und die Geschäfte, zum Beispiel Don Quijote: Ein riesiges, mehrstöckiges Einkaufscenter in dem es alles mögliche gab.... wirklich alles mögliche:

Natürlich auch Merchandise zu Videospielen, vor allem Pokemon und Dragon Quest.


So saß die Mütze erst richtig.... leider sieht man dann nichts mehr


Ein Paradies für jeden DQ Fan, also zum Beispiel für mich, leider nicht gerade billig, die Plüschis




 Nach dem Videospiele- und auch Animemerchandise ging es dann in die etwas merkwürdigere Ecke... zu den Verkleidungen



Passend zu der Mütze natürlich ein Duckface, so unter den Wasserbewohnern





Ich glaube, damit sollte man sich in Deutschland eher nicht blicken lassen


Über den Kostümen und Partygegenständen war ein Monitor, der eine japanische Sendung zeigte. Hier wurde den Mitspielern Mehl oder sowas in den Hintern eingeführt, um danach feststellen zu können, wer am weitesten/kräftigsten furzen konnte... Ja, wirklich :D


Sake Flasche, Brettchen und Schälchen in dezenter Brüsteform

Kennt jemand die Marke? Ich hab noch nie davon gehört...

Der Laden mutete zwar auch wieder wie ein billig Asiashop an, aber hier konnte man Markensachen kaufen. Tatsächlich auch echte und keine Fälschungen.




Nach diesem "Erlebnis" ging es weiter nach Sofmap. Ein Elektronikladen in etwa wie Saturn/Media Markt, aber auch mit gebrauchten Artikeln.






Hier kommt bald Monster Hunter 4 raus


Mal wieder viele Special Editions von Handhelds






Hier hab ich mir Ni no Kuni für den DS mitgenommen, gebraucht, aber in sehr gutem Zustand.
Von dem restlichen Kram, vor allem Computer, Laptops etc. habe ich keine Fotos gemacht, da das Interesse an der Stelle fehlte, aber der Laden war echt voll damit, man hatte eine riesengroße Auswahl an zig Varianten, Marken, ob neu oder gebraucht.

Nach diesem Fang, es war mittlerweile ungefähr 17 Uhr, ging es total kaputt Richtung nach Hause.
Hier noch ein paar Eindrücke:

Eine steuerbare Schlange. Es gab auch eine Spinnenvariation

Ein sehr kleiner, aber erstaunlich leistungsfähiger PC

Allerlei nützliches und unnützes Zeug


Ein Mousepad mit "Handablage"



Eine Maid, die für ihr Cafe warb







AKB48 ist hier extrem berühmt. Die Mädels haben unter anderem in der obersten Etage von Don Quijote so ein Live Studio, in dem man sie sehen kann, wenn man ein Ticket hat


An der Station war es um die Uhrzeit dann auch schon recht voll


Über dem Tunnel der beiden Gleise bei denen wir waren, war eine Brücke. Wollte man zum anderen Gleis, musste man "unter der Brücker durch", wie man hier sieht. Nicht sehr hoch. Selbst ich musste mich bücken.  

Das hier ist meine Beute: 
Ein Gumba Lautsprecher, eine Super Mario Uhr, Ni no Kuni für DS, eine Monster Hunter Tasse zu der es einen Airou Sticker gab und einen Plüschüberzug für Regenschirme in Katzenoptik





Das Buch ist das gleiche, das es bei uns in der PS3 SE gab. Nur auf Japanisch ;)



Ich war also erfolgreich, habe mich aber auch zurückgehalten.

Zuhause angekommen hatten wir nicht viel Zeit zum Ausruhen, denn die allmonatliche Geburtstagsfeier stand an. Hier im Haus wird jeden Monat pauschal für alle, die im jeweiligen Monat Geburtstag haben, gefeiert. Wenn keiner Geburtstag hat, wird trotzdem gefeiert :D
Jeder kocht dann etwas und es wird für alle auf den Tisch gestellt.
Da war noch nicht viel los


Rilakkuma und ich haben uns aber schon angefreundet


Langsam füllt es sich





Nachdem alle gegessen hatten war unser Moment gekommen, sozusagen. Wir wollten natürlich auch etwas zu Futtern beisteuern und haben Katjes Lakritzkatzen mitgebracht, die wir auf unserer Abschiedsfeier in Deutschland geschenkt bekommen hatten. Die wollten wir nun anbieten, wohlwissend, dass Japaner Lakritz total abscheulich finden. Jepp, das ist so. Aber wieder lasse ich Bilder sprechen:
Keiner wusste, was er sich da in den Mund steckt. Aber ermutigt von meinem "oishii!oishii!" also "Das ist lecker, das ist lecker!" haben sie sich getraut... und hätten es lieber nicht getan :D




Viele angewiderte Gesichter

  
Da hilft nur noch Cola
Sie haben es uns nicht übel genommen und der Abend ging lustig weiter. Als dann eine Französin mit anderen deutschen Süßigkeiten ankam, nämlich Werthers, war das Vertrauen zur deutschen Küche auch wieder einigiermaßen hergestellt.
Unser Mitbewohner aus Neuseeland hat zwei Alter Egos. Hier sehen wir Dave, den Amerikaner.....

Das ist Jerome, mit dem wir uns schon gut angefreundet haben. Hier sieht man auch, warum :D

....und das hier ist das andere Alter Ego, der Geist aus Chihiro.


Gegen 23 Uhr haben wir uns dann aber verabschiedet, weil wir total alle waren und nur noch ins Bett wollten. Eine halbe Stunde später war anscheinend sowieso Schluss, weil da ein Nachbar wutschnaubend ans Fenster gedonnert hat: "Urusai!", also "Ihr seid zu laut!". Das passiert hier öfters, haben wir uns sagen lassen.
Alles in allem ein richtig toller Tag und wir wollten es am nächsten Tag, also heute (Sonntag), ruhig angehen lassen. Haben wir auch. Ich habe bis mittags geschlafen ( das war echt nötig ), danach haben wir mit Julie, einer Französin, einen Abstecher zum Supermarkt gemacht, um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen und abends sind wir mit ihr und Jerome Essen gegangen.
Mit einer Mischung aus Japanisch, Englisch und Französisch unterhalten wir uns
 

Noch in Deutschland hatte ich mich dazu entschlossen, wenn ich in Japan bin ganz Vegetarier zu werden, da ich hier ja mit Tofu zugeschmissen werde... das war ein Irrglaube, leider. In den Restaurants - die man häufig aufsucht, weil selbst kochen fast genauso teuer ist, vor allem wenn man nicht jeden Tag nur Rührei essen will - gibt es wenig bis nichts Vegetarisches. Selbst in den Salaten ist meistens Fisch oder Fleisch drin. Die Suppe, die man zu Ramen bekommt, ist auf Fleisch- oder Fischbasis. Wenn wir also in ein Restaurant gehen, esse ich nur Fisch... in diesem gab es ein einziges Fischgericht, das ich dann zwangsläufig nehmen musste. 
Ich finde das sehr eigenartig, ich hätte gedacht, dass es in Japan sehr einfach ist, sich rein vegetarisch zu ernähren. Aber das ist es echt nicht. Das Watami war bisher die Ausnahme, da man da einzelne kleine Sachen selbst zusammenstellen konnte, aber wenn man wie hier ein ganzes Gericht bestellt - und so ist es wohl meistens - geht das natürlich nicht.

Dieses Restaurant jedenfalls war klein, aber sehr nett. Das Essen hat gut geschmeckt und schwarzer Tee sowie eiskaltes Wasser wurden immer nachgefüllt. Dass es gratis Wasser zum Essen gibt, ist hier sowieso normal. 
Wie man auf dem Foto sieht hat jeder von uns ein Tablet, denn hier wurden sozusagen "Essens-Sets" serviert. Zu dem Gericht das man sich aussucht, also zum Beispiel Fisch, gibt es standardmäßig Reis, Misosuppe, Ingwer/Rettich und solche Kleinigkeiten in Extraschälchen dazu. Für etwa 6~8€ in diesem Restaurant auch recht günstig.

Danach haben Julie und Jerome uns noch ein paar Läden gezeigt und dann gings wieder nach Hause.
Nächste Woche wollen wir uns eine PrePaid-Karte samt Handy (PrePaid ohne Handy gibts hier nicht) besorgen, damit wir hier erreichbar sind (Falls Sebastian nochmal verpennt :P). Das wird sicherlich auch abenteuerlich.

Und jetzt gehe ich so langsam mal ins Bett, denn es ist 0:30 Uhr.

Gute Naaaaaaaaacht~