Ich weiß, ich weiß. Das hat jetzt mal wieder viel zu lang gedauert. Aber einen Blogeintrag zu schreiben dauert soooo lange, ich muss mich immer dazu aufraffen.
Jetzt habe ich mich mal wieder aufgerafft, es hat sich auch genug angesammelt...
Wie im letzten Beitrag ja schon geschrieben, hatten wir vor einiger Zeit in Angriff genommen, hier mal bowlen zu gehen. Und zwar wollten wir dafür am nationalen Feiertag, einem Montag, nach Takadanobaba fahren. Dummerweise gab es für den Tag eine Taifunwarnung und es wurde der Bevölkerung geraten, einfach Zuhause zu bleiben. Großartig...
In der Nacht von Sonntag auf Montag hat es schon ordentlich gescheppert draußen, wir sahen unseren Plan also definitiv ins Wasser fallen (haha, Schenkelklopfer). Am Montagmorgen fuhren die Züge auch nicht gerade regelmäßig, das war also auch kein Grund zur Hoffnung. Gegen 14 Uhr besserte sich das Wetter aber und mittlerweile waren wir einstmals 3 Leute die gehen wollten, plötzlich 8 und sind einfach losgegangen.
Die Züge fuhren wieder und generell war von einem Taifun nichts mehr zu spüren, also war alles super.
Das Bowlen hat uns allen echt Spaß gemacht. Den Anderen, weil sie es können und mir, weil ich trotzdessen dass ich es überhaupt nicht kann, viel Blödsinn machen konnte.
Yuta, unser "Neuer" aus Osaka. Sein Ziel ist es Sushimeister zu werden und dann nach Deutschland auszuwandern.
Man konnte diese genialen Pin-Kostüme(Ja, Pin-Kostüme, nichts anderes ist das!) ausleihen.Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen.
Aus irgendeinem Grund hatte Chris eine Pandamütze und eine Skibrille eingepackt
Zeitweise lag Jerome punktemäßig sogar hinter mir. Das hat ihm ziemlich den Rest gegeben
Das wird jetzt neue Mode
Und so ging ein lustiger Tag zuende.
Ein paar Tage später sind Sven uns ich ins nahe gelegene Tokorozawa gefahren. Dort liegt direkt neben der Bahnstation eine recht große Fußgängerzone mit vielen Geschäften. Wir wollten da einfach nur bummeln gehen. Daher nur ein paar Fotos:
Nächstes Wochenende ist hier "Oktoberfest"
legoartige Bausätze für allerlei Tierchen
Ein Kühlschranktierchen, das einen begrüßt, wenn man den Kühlschrank öffnet und sich beschwert, wenn man ihn zu lange offen lässt. Genial, aber irgendwie nutzlos
Ist das Ding nicht schön?
"Leider" haben schöne Dinge ihren Preis, wie man sieht: Ein Teil kostet zwischen ~25 und 35€ aufwärts
Das habe ich fotografiert, weil ich es eigentlich gern haben würde. Fragt sich nur, ob ich das Set in einem Stück nach DE bekomme
Ganz schön stark, oder? Leider auch vieeeel zu teuer (knapp 1000€ wenn ich mich recht erinner)
Er hier ist mit knapp 480€ ja fast erschwinglich
Aber genug von teuren, schönen Dingen und zurück zum üblich kindlichen Kitsch und Kram:
Das hier lag schon eher in meinem Budget
Ich möchte auch einen Korb voller Yoshis haben
Ein deutsches Märchen in einem japanischen Kaufhaus
Man sieht und vorallem hört es nicht, aber diese beiden Bäume sind von echt vielen, kleinen, sehr lauten Vögeln bewohnt
Sonnenuntergang in Tokorozawa
Der Anfang der Fußgängerzone
Disney ist hier auch recht beliebt
Selbstverständlich gehört dieser wunderschöne Katzenhandschuh nun mir. Schließlich war das ein 100Yen Shop
Nach diesem Trip waren unsere Sinne mal wieder vollkommen überlastet und es ging nach Hause.
Zwei Tage später waren wir wieder fit und machten uns auf den Weg nach Shinjuku zum Hanazono Tempel. Dort sollte laut Internet jedes Wochenende ein Antikflohmarkt sein, den wir uns mal anschauen wollten.
Wir hatten uns scheinbar genau den richtigen Tag ausgesucht, denn in der Stadt liefen direkt zwei Veranstaltungen ab: Einmal eine religiöse Feier, (ich glaube es nennt sich Wasshoi Fest, habe aber keine Ahnung worum genau es geht) wo die Männer, recht leicht bekleidet und ein paar Frauen so etwas wie einen kleinen Tempel auf ihren Schultern tragen (jedenfalls sieht es so aus, aber ich habe wirklich keinen Schimmer), während andere in ebenfalls traditioneller Kleidung folgen. Dazu tönen sowas wie Glockenklänge.
Hier ein Video, damit man sich vorstellen kann, was ich gerade krampfhaft zu erklären versucht habe :D
Die andere Veranstaltung war eine Demo gegen Rassismus, hiervon nur ein paar Fotos:
Dann ging es zum Tempel. Leider war das ganze nicht so toll, wie es im Internet geklungen hat. Auf dem "Antikflohmarkt" boten die Leute zwischen wirklich nutzlosem alten Krempel ein paar hübsche Dinge an, die scheinbar aber "Made in China" waren und nicht echt.
Beim Tempel gabs auch nicht viel zu sehen.
Ein Messer aus Solingen
Nachdem wir dort dann 15 Minuten waren, sind wir noch durch Shinjuku geschlendert. Tatsächlich machte eine andere Begegnung diese Enttäuschung wett. Aber erstmal ein paar Fotos von den kleinen Seitengassen, wo echt viel zu sehen ist.
Yaaay, Sailor Moooooon
Hier wohnt die Rollergang, angeführt von der Rollatoromi
Ein paar Eisblöcke
Und da war sie....
Miezeeeeeeeeeeee!!!!
Sie hat sich ganz geduldig von mir streicheln lassen, sah die ganze Zeit aber etwas angenervt aus.
Tschüss du süßer Fellpopo
Und das war unser Ausflug nach Shinjuku.
Wiederum ein paar Tage später sind wir nach Shibuya gefahren, um dort ein bisschen rumzulaufen und hoffentlich einen Platz am Fenster von Starbucks zu bekommen (Nein, das war unmöglich) um eine der wohl berühmtesten Straßenkreuzungen der Welt zu fotografieren.
Außerdem wollte ich unbedingt zur Hachiko Statue, die direkt am "Hachiko Exit" des Bahnhofs liegt.
Jeder kennt wohl die Geschichte vom treuen Akita-Hund "Hachiko", der 1923 von einem Professor aufgenommen wurde und diesen seitdem jeden Tag zum Bahnhof von Shibuya brachte und dort wieder abholte. Selbst nach dem Tod des Professors wartete Hachiko treu auf sein Herrchen und wurde deshalb zu einer kleinen Berühmtheit.
Wer die Geschichte tatsächlich nicht kennt, kann sich ja den gleichnamigen Film mit Richard Gere mal ansehen, aber legt Taschentücher bereit... ich habe euch gewarnt :D
Das ist er, der treue Hachiko
Danach ging es weiter in die Innenstadt.
Sie stand da als wir kamen und stand immer noch da, als wir zurückgekommen sind. Ich glaube niemand ist auf ihr Angebot eingegangen. Könnte auch daran liegen, dass nur wenige geschnallt haben, was auf dem Schild steht :D
Gegen Abend, es war Freitag, wurde es immer voller und voller. Wir haben uns dann auf den Heimweg gemacht. Nochmal schnell bei Hachiko vorbei und ab ging es in den überfüllten Zug nach Hause.
Zu guter letzte (oh Mann, ich hab keine Lust mehr zu schreiben T_T) waren wir letzten Sonntag auf dem Fest der Schule, wo unsere Konditorin Eunmi Schülerin ist. Dort konnten die Schüler zeigen was sie konnten, ihre Leckereien verkaufen und die Besucher konnten teilweise selbst Hand anlegen und sich an verschiedenen Dingen versuchen. Abgesehen davon war dort alles mit 100~200Yen recht günstig, sodass man sich den Bauch mit den leckersten Sachen vollschlagen konnte. Unter anderem ein Brötchen mit Nüssen drin, ooooh Gott, ich vermisse Brötchen so sehr.
Mit einer aus Essstäbchen und Gummibändern gebastelten Waffe, konnten die Kinder auf kleine Figuren schießen.. auch die großen Kinder
Wettrennen zwischen Sven und mir: Wer kann in 30 Sekunden mehr Bohnen mit den Stäbchen fassen und auf den anderen Teller verfrachten? Ich natürlich, muahahaha.
Pfannkuchen mit Banane und Mandeln, dazu Kaffee. Perfeeeekt
Neben den Pfannkuchen haben wir noch von den besagten Brötchen gefuttert, außerdem Eclairs mit Apfel-Sahne oder Maccha-Füllung, Kuchen aus schwarzem und grünen Tee, Kekse, süßes Brot mit irgendeinem Zuckerzeug drin und so weiter.
Vollgefuttert ging es dann ans Selbermachen. Wir wollten einen Marzipanhund und eine traditionell japanische Anko (Bohnenpaste) Süßigkeit nach Anleitung machen.
Man brauch ganz schön viel Werkzeug, um so einen Marzipanhund zu machen
Das fertige Tierchen sieht dann so aus
Mein Marzipanhund sieht ein bisschen "benachteiligt" aus, aber fürd erste Mal bin ich zufrieden
Danach waren die Anko-Süßigkeiten dran. Wir hatten drei verschiedenfarbige Ankokugeln: Eine braune, eine pinke und eine weiße. Zuerst presste man die Weiße zwischen den Handflächen platt und setzte die pinke Kugel darauf, die man dann ebenfalls plattdrückte. Dann hatte man einen Kreis, der auf der einen Seite weiß und auf der anderen pink war. Zuletzt kam die braune Kugel auf die pinke Fläche. Nun musste man das Pinke um... ach egal
Fast fertig
Vom Betrachter aus links ist die Anko Süßigkeit der Konditorin, rechts meine